Am Tag des geweihten Lebens (zu Maria Lichtmess) konnten sich Tirols Ordensleute heuer nicht wie gewohnt treffen. Sie solidarisieren sich aber mit den zahlreichen Aufrufen um eine menschliche Asylpolitik und unterstützen die Worte von Bundespräsident Alexander van der Bellen:


„Ich kann und will nicht glauben, dass wir in einem Land leben, wo dies [Kinder abschieben] wirklich notwendig ist."

Die Konferenz der weiblichen und männlichen Orden in Tirol schließt sich am heutigen Tag des geweihten Lebens den vielen Aufrufen um eine menschliche Asylpolitik an, die in besonderer Weise die Kinderrechte achtet und schützt. Mit Sorge und Unverständnis reagieren wir auf die Abschiebung von gut integrierten Kindern, Jugendlichen und Familien. Die Politik muss dem Recht folgen, aber zugleich müssen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, das Recht im humanitären Sinn und zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und bedrohten Menschen auszulegen und anzuwenden. 

Schon das antike Sprichwort „summum ius summa iniuria" (Höchstes Recht ist höchste Ungerechtigkeit) erinnert uns daran, die Anwendung des Buchstabens ohne Rücksicht auf humanitäre Erfordernisse in konkreten Einzelfällen zu Unrecht führen kann.
Ebenso unterstützen die Orden die Forderung, die unser Diözesanbischof Hermann Glettler mehrfach und mit Nachdruck gestellt hat, als sofortige humanitäre Maßnahme Familien, die bereits einen positiven Asylbescheid haben, aus den Flüchtlingslagern auf Lesbos und auf anderen griechischen Inseln aufzunehmen.

Der Tag des geweihten Lebens, den die katholische Kirche heute feiert, erinnert uns nicht nur an die Freude und Schönheit der Berufung zum Ordensleben, sondern auch an die Würde jedes Menschenlebens. Wir machen uns deshalb die Worte unseres Bundespräsidenten Alexander van der Bellen zu eigen: „Wir können und wollen nicht glauben, dass wir in einem Land leben, wo die Abschiebung von Kindern wirklich notwendig ist!"

 

Abt Raimund Schreier, Vorsitzender der männlichen Orden in Tirol
Sr. Pauline Thorer, Vorsitzende der weiblichen Orden in Tirol

 

Die Liebe ist bis ins Unendliche erfinderisch.

hl. Vinzenz von Paul

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